Reife Früchtchen

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Überall hängen noch ein paar übrig gebliebene, meist vollreife Früchte. Was kann man damit anfangen? Erstmal pflücken!
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Verschiedene Johannisbeeren und Erdbeeren passen gut zusammen. Hauptsache, der Mix wird nicht zu sauer!
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Um Arbeit zu sparen, kann man alles mit Stiel und Blattresten durch den Mixer jagen. Aber manche mögen es gründlich.
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Diese phänomenale Saftpresse verarbeitet alles, was man oben hinein stopft. Ihren Namen verbreite ich erst, wenn die Firma mich dafür bezahlt!
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Eine gute Ausbeute: Links der (fast) trockene Trester, rechts der vollaromatische, dickflüssige Saft.
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Ich persönlich verfeinere mit der Saft-Sauce am liebsten Griessbrei und Vanillepudding. Man kann aber auch Mehrfrucht-Gelee einkochen. Das wäre dann allerdings nicht die schnelle Variante.

Erdbeeren + Rhabarber = Marmelade

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Erbeeren gehen immer, aber bis wann darf man Rhabarber ernten? Der Gehalt an Oxalsäure, welche zum Beispiel die Entstehung von Nierensteinen begünstigt, steigt im Sommer.
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Großzügiges Schälen bzw. Abziehen der Hautschicht reduziert die unerwünschten Inhaltsstoffe im Rhabarber. Nach Anweisung mit Gelierzucker vermischen, bei Bedarf Vanillezucker, Zitrone oder Orangensaft dazu geben und eine Stunde stehen lassen.
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Erhitzen und vorsichtig aufkochen, so dass möglichst wenig Schaum entsteht. Löffelprobe: einen flüssigen Klecks auf den Teller geben. Wenn er schnell geliert, dann den Topf vom Herd nehmen.
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Gläser und Deckel vorher gründlich säubern und mit kochendem Wasser übergießen. Gekochte Marmelade mit einem Trichter oder Schöpflöffel verteilen. Gläser umdrehen.

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Der erste Ofen der Menschheit: Das Erdloch

Das Garen in einem Erdloch ist eine archaische, vermutlich eine der ältesten Methoden, Fleisch zuzubereiten. Das macht für mich ihren besonderen Reiz aus, und dieser Reiz überwiegt die durchaus vorhandenen Nachteile. Man muss eine Grube ausheben, Holz schlagen, große Granitsteine bewegen, Feuer machen und Grünschnitt mähen. Ladet am besten ein paar Freunde dazu ein und lasst sie Holz hacken oder Steine schleppen, um dann gemeinsam dem Feuer beim Niederbrennen zuzuschauen. Dann schmeckt das Fleisch schmeckt auf jeden Fall besser!

gewürzeTipp: Gewürze in einer alten Kaffeemühle mahlen.  wuerzenWildschweinkeule mit Gewürzen nach Rezept (und mit Gin!) einreiben.steine aufschichtenLoch ausheben und mit etwa 15 Feldsteinen aus Granit füllen. Feurig2Darüber ein starkes Feuer entfachen, etwa 20 Kilo Holz verbrennen!  schleifenEine Wiese suchen und die Sense schärfen. sensenmannMit der Sense eine Schubkarre voll Grünschnitt ernten.gruenschnitt aufs feuerHälfte des Grünschnitts auf das heruntergebrannte Feuer. fleischpaketFleisch in nasses Butterbrotpapier wickeln und auf den Grünschnitt.feuer abdeckenRest Grünschnitt und Deckel aus Gusseisen (oder viel Erde) drauf.feuer obenaufDarüber wieder ein Feuer entfachen – wenn es schnell gehen soll.fleischpaket befreienNach drei Stunden (bei 3 Kilo Fleisch) ist das Fleisch gar. ausgepacktGenau so muss es aussehen!  leckerExtrem würzig, extrem saftig, extrem lecker, macht aber auch extrem viel Arbeit!

(Fotos: Enno Lorenz)