Lammmischmasch

Schönes Wort: Lammmischmasch. Und leckeres Rezept! Habe ich mir beides ausgedacht, denn ich mag keine Lammbraten essen (die Innereien von Lamm mag ich auch nicht, wie hier beschrieben), und „Stew“ klingt unpassend für dieses türkisch inspirierte Gericht.

Ihr wisst ja: richtige Rezepte gibt es anderswo – hier geben wir nur Anregungen. Die Basis ist gut ausgelöstes und von Fett (dem Schafsgeschmacksträger) befreites Lammfleisch, sagen wir: ein halbes Kilo. Ich brate es mit zwei roten Zwiebeln und sechs ganzen Knoblauchzehen an, lösche es mit kräftigem Rotwein ab und fülle mit einer Flasche gutem Tomatenpamps (z.B. von der italienischen Firma „Mutti“) auf. Bevor alles eine Stunde aufkocht, kommen noch scharfe türkische Peperoni, viel Salz, Pfeffer und Kreuzkümmel, etwas Kardamon und Lorbeer sowie halbierte Rinderknochen hinzu. Das alles mindert den reinen Lammgeschmack.

Ich habe den Mischmasch über Nacht stehen gelassen, kleine schwäbische Linsen eingeweicht und am nächsten Morgen folgendermaßen weitergemacht. Zuerst alles wieder aufgewärmt, die Knochen rausgenommen und deren – jetzt weiches – Mark untergerührt. Dann eine große Menge verschiedenster Paprika und drei Frühlingszwiebeln in Scheiben geschnitten und dazu gegeben. Eine Aubergine und fünf geviertelte Kartoffeln passen auch gut, sind aber keine Pflicht.

Die Linsen wurden abgegossen und gut abgespült. Separat kochen, ohne Gewürze, um sie besser mit den Garzeiten des Lammmischmasch koordinieren zu können! Zum Schluss frische Kräuter nach Geschmack. Petersilie und Koriander passen gut, aber auch Oregano. An Gewürzen darf nicht gespart werden!  (Christian Lorenz)