Grill-Aroma mit Apfelholz

Viele Griller benutzen Holzchips, um dem Fleisch eine rauchige Note zu geben. Beliebt und leicht zu erwerben ist Hickory. Aber warum sollte ich mir teure Chips kaufen, wenn ich selbst Holz im Garten habe?

Beim Räuchern greife ich auf Buche in Form von Spänen zurück. Die bekommt man von einem Nachbarn, der Holz für den Winter sägt, oder im Anglerbedarf (Räucherspäne). Das wäre also eine einfache Lösung. In einem komplizierten Grill-Rezept bin ich jedoch auf das Thema „Apfelholz“ gestoßen und muss zugeben: überzeugendes Aroma!

Grill_chips_siebApfelbäume gibt es zum Glück an jeder Ecke, daher muss niemand 8,99 € für „Weber Fire Spice Apfelholz Chips“ ausgeben. Ich nehme etwas dickere, abgestorbene Äste und schäle sie, damit keine Insekten oder Holzmaden geräuchert werden. Um den Apfelgeschmack zu verstärken, koche ich das gesäuberte Holz eine halbe Stunde in Apfelsaft. Man kann noch Wintergewürze wie bei einem Punch dazugeben, also Zimt, Orange oder Sternanis.

Grill_chipsIst das Holz aufgekocht und abgetropft, lege ich die größeren Stücke direkt auf den Grill, die kleineren kommen in eine der Alu-Schalen, die man immer in der Nähe des Grills haben sollte. Auf dem Foto ist zu sehen, dass nur in der Mitte Holz liegt. Dort brennt KEINE Flamme, nur unter dem Fleisch links und rechts. Das Holz soll kein Feuer fangen, sondern räuchern oder smoken, wie der moderne Griller sagt. Darauf muss man ein Auge haben und das Holz ggf. rechtzeitig entfernen oder mit Wasser besprühen. Schon nach einer halben Stunde hat das Fleisch Holzaroma angenommen. Es bleibt dem persönlichen Geschmack überlassen, ob man es noch rauchiger mag und das Holz länger im Grill läßt.

Habt ihr auch Erfahrungen mit dem „Smoken“? Welches Holz benutzt ihr – und präpariert ihr es vorher?

 

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